Springe zum Inhalt

Garten-Ratschläge

Für diejenigen Interessierten, die etwas "zurückgeben" wollen, sind hier einige amüsant gehaltene Tipps aufgeführt. Jeder Gartenbesitzer kann in einer Ecke mit einem Quadratmeter beginnen. Unsere "Ein-Quadratmeter (1 m2) - Aktion" (und garantiert werden mehr daraus - so interessant wird es sein).

Diese Rubrik zeigt bald auch Beispielfotos.

Sherlock Holmes

... muss sich noch oft leicht aufzuklärenden Kriminalfällen widmen, bei denen unliebsame Mitstreiter vergiftet werden. Giftpistolen mit eindeutigen Fingerabdrücken und DNS-Spuren zeugen von grausamen Einsätzen im Garten von Menschen gegen Un-kräuter (oder sind es Unmenschen und Kräuter?).

Alternativen für giftfreie Massnahmen gegen (besser) unerwünschte Kräuter (kleine Auswahl):

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/gartenarbeit/16148.html

https://www.wo-blumenbilder-wachsen.de/wie-sie-unkraut-im-pflaster-bekaempfen-giftfrei-sicher-schnell-einfach/

Lichtschutzfaktor

Wer weiss, wo es Sonnenbrillen für Tiere und Insekten gibt – gesucht sind diese für nachtaktive Tiere (Igel etc.), Vögel und Insekten?

Durch zunehmende nächtliche Bestrahlung von Hauswänden, Bäumen und Sträuchern fühlen wir uns sicher und „en vogue“. Für die Tiere bedeutet das Blendung, Verwirrung und Störung des Tag/Nachtrythmus.

Mehr Info über das auch Lichtverschmutzung genannte Problem unter: http://www.darksky.ch/dss/de/

Moorleichen

Diese möchte niemand im Garten – auch nicht in zugekauftem Torf aus Moorabbau und Moortrockenlegung. Ein Moor lässt sich per Torf nicht in unseren Garten verlegen. Daher sollte man auf Substrate aus Kompostierung zurückgreifen, die heute überall und zu niedrigen Kosten verfügbar sind (z.B. Landi). Ein Blick auf die Inhaltsbeschreibung hilft schnell, um das richtige zu finden.

Verkehrsnahe Lage

Dieser Anspruch wird heutzutage häufig realisiert, indem man im Vorgarten schon einmal das Schotterbett für die Bahngleise legt. Die SBB kommt gar nicht nach mit der Gleisverlegung und so harren diese Flächen als Steinwüste aus bis zu besseren Tagen. Nun, Steine und Steinansammlungen sind begrüssenswert, wenn sie sich mit zum Beispiel kleinen Sandflächen, Erdflächen, Asthaufen abwechseln. So entstehen sogenannte Ruderalflächen, die Insekten und auf nährstoffarmen Boden gedeihende Blühpflanzen anziehen.

Stereo statt Mono

Mindestens das wollen wir bei der Musik, doch im Garten wird noch oft Mono(-Kultur) verlangt. Rollrasen, Kirschlorbeer, Thuja, Liguster und Konsorten dominieren leider zu oft die gartenbautechnische Fantasie. Lassen wir einfach mehr zu und uns auf beruhigende Vielfalt ein. Dann bringen uns Vögel auch viel Musik in Konzertsaal-Qualität.

Auf der Mauer, auf der Lauer……

sitzt eine kleine Wanze…. Das alte Kinderlied besingt die Mauer als Insektenhabitat. Der Mauerbau unterliegt Zyklen des Aufbaus (Trump & Co.), der Pflege (Nord/Südkorea) und der Zerstörung (BRD/DDR). Mauern, Platteneinfassungen und Fundamente sind Elemente der Mikrozersiedelung, die Kleintiere wie Amphibien und Insekten an der Wanderung und am Zugang zu Gärten hindern. Wenn nicht vermeidbar, kann man auch hier Durchlässe vorsehen oder zum Beispiel schöne Naturholz- oder Flechtzäune einsetzen. Wahrlich schöpferische und wertvolle Habitat-Mauern sind auch Trockenmauern. Im Internet gibt es zahlreiche Ratgeber dazu und auch Kurse werden angeboten:

https://www.trockenmauerkurs.ch

Wieder Teenager sein

Putz- und Ordnungsliebe ist eine weit verbreitete Tugend. In unserem ersten Quadratmeter darf man es aber einmal richtig laufen lassen und eine unordentliche Teenager-Ecke einrichten mit Holz- und Reisig-Resten, Steinen, Erde und Kies. Aufräumen abgesagt - Hängematte angesagt. "Was Du heute kannst besorgen , verschiebe ruhig auf morgen". Mach mit - lass liegen!

Das muss nicht den ganzen Garten umfassen - ausserhalb unserer Teenager-Ecke kann man gern mit viel Arbeit und Sorge aufräumen. Jeder kleine Beitrag reicht ja aus und ist besser als gar nichts.

Ahornsirup aus eigenem Anbau

Nun, das ist zwar eine Möglichkeit, wenn man lange warten kann, aber nicht ganz ernst gemeint. Allerdings ist das Pflanzen mindestens eines Laubbaumes empfehlenswert, wenn man den Platz hat und Bäume mag. Sie spenden Schatten in den heissen Sommern, eine Farbenpracht im Herbst und geben im Winter die Sicht und das Licht frei. Mit dem Laub können Kinder sehr gut spielen und wenn man ein wenig liegen lässt, dient es als Unterschlupf kleiner Tiere. Nadelbäume - wie alle sogenannten "Immergrünen" sind zwar sehr beliebt, aber viel weniger vielfältig.

Brennholzverleih ! Ein neues Start-up in Neunforn

Holzauge sei wachsam. Brennholz-Scheite mieten und im der Garten-Ecke stapeln, kunstvoll anrichten, zu wildem Haufen schichten und es entsteht ein Sozialwohnungsbau für Käfer, Würmer und viele Bedürftige mehr. Der über die Jahre einkehrende Holzpilz sieht gut aus - vieles entsteht. Nur der Streichholz gehört nicht dazu. Nach der Ausleihe-Frist von mindestens 4 Jahren kann das Holz wieder zu der Firma zurückgebracht werden, wenn die Gründer mit Ihrer Brennholz-Leihgebühr nicht schon über alle Berge sind.

Totholzstapel für Insekten, Blindschleichen, Eidechsen ....

Die Volldiät

Zu guter Letzt: die Diät-Rubrik für Leute mit guten Vorsätzen.

Schlank und "rank" an einen Tag. Magere statt nährstoffreiche Bodendecke. Das kollidiert zwar mit unserem Grundverständnis und unserer Prägung ("gut genährt, kräftig..."), ist jedoch gut für eine Ecke im Garten, in dem wir KEIN Humus, KEIN Dünger, KEIN Mutterboden, KEIN Kompost aufbringen, sondern eventuell solches bis auf 20 cm abtragen und mit Kies, Sand und Schotter auffüllen. Hier können Erdwespen, -bienen und ähnliches. Höhlen bauen und nisten und vieles mehr.

Man erhält Rat z.B. hier: http://www.vorteilnaturnah.tg.ch; http://www.floretia.ch; http://www.wildstauden.ch; http://www.biopflanzen-shop.ch; http://www.wildstauden-gaertnerei.ch

Copyright © 2005-2019 Paul Westrich http://www.wildbienen.info

Fremdsprachenkurs

Oft sprechen wir im Garten viele Fremdsprachen, ohne das wir es uns bewusst sind. Im heutigen globalen Umfeld ist das zwar modern. Wenn wir aber etwas neu anpflanzen oder abgestorbenes ersetzen wollen, ist der Moment gekommen, nach geeigneten einheimischen Pflanzen zu suchen. Mitteleuropäisch reicht aus, es muss nicht unbedingt Thurgauer Dialekt sein! Bevor sich also, wie das Englische, alles gern einnistet und dann stark verbreitet, hilft der Gärtner sicher gern aus im Sprachkurs der Pflanzen.

Folgende Vertreter ausländischer Sprachen (Neophyten) sind sehr starke Verdränger ohne Nutzen für heimische Vogel- und Insektenwelt und sollten in Gärten keinesfalls gezielt angepflanzt werden:

  • Kirschlorbeer
  • Nordamerikanische Goldrute
  • Staudenknöterich
  • drüsiges Springkraut
  • Essigbaum
  • Götterbaum

Die Palmen- und Bananensorten sind auch Fremdsprachler, nützen nichts, passen nicht und schaden aber auch nicht. Vielleicht werden sie sich einst mit der laufenden Klimaerwärmung auch selbst vom Süden herkommend ausbreiten.

Siehe auch und vor allem: https://umwelt.tg.ch/anlagen-und-biosicherheit/neobiota/neophyten.html/1212

Einge....igelt

Wer sich einigeln möchte, sei es aufgrund von Pandemien, Politikern/Diktatoren, Narzisten, Wahlfälschern im Thurgau, Wetter oder Weltuntergang, tut gut daran, sich die Urheber mit in's Boot zu holen. Denn wer hat's erfunden: der Igel. Am besten gelingt das, wenn man dem Igel auch etwas bietet: Asthaufen, ein Überwinterungskasten und Buschwerk. Damit die SUVA und ihre Unfallversicherungsbeiträge auch ihre Freude haben, ist dringend angeraten, für hohe Igelsicherheit zu sorgen:

Lichtschachtgitter abdecken
(z.B. mit Geweben aus dem Baumarkt oder aufschraubbare Lichtschachtabdeckungen.
[Quelle Pro-igel.ch] - Vor Anwendung des Gartenrasierers bitte mindestens auf Igel kontrollieren

Keine Netze liegenlassen, Anfeuern nur nach vorheriger Kontrolle und vieles mehr.

Mehr dazu bei: http://www.pro-igel.ch