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Biotope

In unserer Gemeinde finden sich zahlreiche Wasserstellen in den Wäldern und Fluren. Wie der Barchetsee und der Wilemersee sind auch sie Söllseen oder Toteisseen. Sie stammen aus der letzten Eiszeit. Die kleineren dieser Seen verlanden mit der Zeit.

Das "Vordere Mösli" in Wilen ist 2002 ausgebaggert und ausgeholzt worden. Die Wassertiefe misst jetzt einen knappen Meter, die Wasserfläche ist ausgedehnt. Mittendrin entwickelt sich ungestört ein Erlenbruch. Kaum schmilzt am Nordrand dieser Senke das Eis, treffen unzählige Grasfrösche hier ein. Die Wasseroberfläche brodelt geradezu von den paarungsrauschigen Amphibien. Ein rollendes Schnurren ertönt endlos, ganze Flächen sind mit Laichklumpen bedeckt.

Dieses vom Wald umgebene Nassbiotop ist Brutort für Rotkehlchen, Zaunkönig, Baumläufer, Sumpfmeise. Auch Schwarzspecht und Mittelspecht lassen von sich hören. Ein Stockentenpaar zieht hier seine Jungen auf, am Ufer wächst die gelbe Schwertlilie.

Das Vordere Mösli ist dem NVVN geschenkt worden.

Im selben Geländezug Richtung Osten liegt im "Purebode" ein weiterer Weiher. Besitzer ist der Kanton Thurgau.
Der NVVN pflegt das Ufergehölz und mäht das Schilf.

Der "Langäcker" im Riet ist eine nasse Absenkung mitten im drainierten Kulturland. Von Einheimischen wird es auch "Meiers Löchli" oder "Streueloch Meier" genannt, angeblich weil ein Meier hier einst mit einem Wagen eingesunken sei.

Der Schilfbestand und die Riedgräser werden vom NVVN im Winter bei tragender Eisfläche partiell gemäht.

Besitzerin ist Pro Natura Thurgau, sie hat im Gebiet zwei kleine Tümpel ausgehoben. In den Sommermonaten sind die Wasserfrösche weit herum hörbar, besonders wenn Motorengeräusche sie zum Quorren und Quaken animieren.

Seit dem europäischen Naturschutzjahr 1995 hat der NVVN das Hangmoor Thuregg gepachtet. Dieses liegt am Südhang zur Thur hin - mitten im Landschafts-Schutzgebiet des Kantons Thurgau.

Der Schilfbestand, in dem drei kleine Teiche für Amphibien angelegt worden sind, dient auch dem einheimischen Wild als Trittfläche. Am meisten freut uns, dass hier das Schwarzkehlchen wohnt, ein seltener Brutvogel in der Schweiz.

Anfänglich war es eine der Pflegeaufgaben des NVVN, während den Amphibien-Wanderungen beim Barchetsee Froschzäune aufzustellen und Frösche und Kröten einzusammeln. Damit sich das erübrigt, wurden in den Siebziger Jahren abseits der bedrohlichen Hauptstrasse zwei Amphibien-Teiche ausgehoben. Nun tummeln sich hier Erdkröten und Wasserfrösche.